HubSpot How-to

E-Mail-Deliverability prüfen, bevor ihr HubSpot-Sequences startet

Wie ihr vor dem Start einer Sequence sicherstellt, dass eure E-Mails ankommen — inklusive Mail-Tester-Check, One-to-One-Subscription und Sender-Score-Grundlagen.

Veröffentlicht am 21. März 2026 · Frank Welsch-Lehmann

Eine Sequence kann noch so gut geschrieben sein — wenn die E-Mails im Spam landen oder gar nicht erst verschickt werden, war die Arbeit umsonst. Deliverability-Probleme fallen oft erst auf, wenn die Öffnungsraten verdächtig niedrig sind. Mit ein paar gezielten Checks vor dem Start könnt ihr das verhindern.

Warum Deliverability in HubSpot ein eigenes Thema ist

HubSpot-Sequences sind 1-zu-1-E-Mails, die über den persönlichen Posteingang des Senders laufen — nicht über ein Marketing-Tool. Das ist ihr größter Vorteil gegenüber Massen-E-Mails. Aber der Vorteil funktioniert nur, wenn die technische Grundlage stimmt: Domain-Authentifizierung, saubere Kontaktdaten und die richtige Subscription-Einstellung.

Schritt 1: Domain-Authentifizierung prüfen

Bevor ihr die erste Sequence startet, vergewissert euch, dass eure Sending-Domain korrekt konfiguriert ist. In den HubSpot-Einstellungen unter Marketing → E-Mail → Einstellungen findet ihr den Bereich “Verbundene E-Mail-Sending-Domains”. Dort seht ihr, ob SPF, DKIM und idealerweise DMARC korrekt hinterlegt sind.

Ohne diese Einträge landen eure E-Mails deutlich häufiger im Spam — vor allem bei größeren Mail-Providern wie Google Workspace und Microsoft 365.

Schritt 2: Mail-Tester-Check durchführen

Der schnellste Weg, den Ist-Zustand zu sehen, ist ein Test über mail-tester.com. Das Tool gibt euch eine temporäre E-Mail-Adresse — sendet eine Test-E-Mail dorthin und erhaltet danach einen Score von 1–10 mit detaillierten Hinweisen auf technische Probleme.

Angestrebt wird ein Score von mindestens 8. Alles darunter deutet auf behebbare Probleme hin — fehlende DKIM-Einträge, zu viele Links, Spam-Trigger-Wörter im Betreff.

Schritt 3: One-to-One-Subscription-Status überprüfen

Das ist der am häufigsten übersehene Punkt: In HubSpot können Contacts nur dann E-Mails über Sequences erhalten, wenn sie die Subscription-Einstellung One-to-One aktiviert haben — oder wenn ihr in den Sequence-Einstellungen auf “Alle Kontakte kontaktieren” konfiguriert habt.

Prüft in eurer Kontaktliste, welcher Anteil der Leads diese Subscription hat. In der Praxis fehlt sie bei vielen Kontakten, die per CSV-Import in HubSpot gekommen sind — weil beim Import die Subscription nicht mitgeführt wurde. Das Ergebnis: Die Sequence startet formal, aber ein Großteil der E-Mails wird nie verschickt.

Um das zu beheben, könnt ihr per Workflow die One-to-One-Subscription für Kontakte setzen, bei denen ein berechtigtes Interesse besteht — zum Beispiel für alle Leads aus einer Vertriebsliste. Klärt das vorher mit eurem Datenschutzbeauftragten.

Schritt 4: Kontaktdaten-Qualität vor dem Einschreiben prüfen

Löscht aus eurer Sequence-Empfängerliste alle Kontakte ohne E-Mail-Adresse, mit offensichtlich falschen Adressen (Tippfehler-Domains wie “gmial.com”) und mit Hard-Bounce-History in HubSpot. HubSpot zeigt diese Information im Kontaktdatensatz unter “E-Mail-Status”.

Ein hoher Bounce-Anteil schadet eurem Sender-Reputation dauerhaft — und zwar für alle E-Mails, die ihr künftig aus eurem Account verschickt.

Was ihr damit erreicht

Mit diesen vier Checks erhöht ihr nicht nur die Zustellrate der aktuellen Sequence. Ihr legt die Grundlage für alle zukünftigen E-Mail-Aktivitäten aus eurem HubSpot-Account. Gute Deliverability ist kein einmaliger Zustand, sondern das Ergebnis konsequenter technischer Sorgfalt.